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Break-Even-Punkt berechnen: Die Grundlagen verstehen

Lerne, wie du den Break-Even-Punkt Schritt für Schritt berechnest und was die Formel wirklich bedeutet für dein Geschäft.

7 Min Lesezeit Anfänger Februar 2026
Grafik einer Break-Even-Analyse mit Linien für Kosten, Erlöse und Gewinn auf einem weißen Hintergrund

Was ist der Break-Even-Punkt?

Der Break-Even-Punkt ist der Moment, in dem deine Einnahmen genau deine Kosten decken. Bis dahin machst du Verlust, danach verdienst du. Es’s einer der wichtigsten Kennwerte für jedes Geschäft — ob du ein kleines Startup oder einen etablierten Betrieb führst.

Warum ist das so wichtig? Weil du wissen musst, wie viele Produkte du verkaufen oder wie viele Stunden du arbeiten musst, um überhaupt aus den roten Zahlen rauszukommen. Ohne diese Information läufst du blind durchs Geschäft.

Nahaufnahme eines Taschenrechners auf einem Schreibtisch mit Finanzberichten und Diagrammen, professionelle Beleuchtung

Die Break-Even-Formel erklärt

Die Berechnung ist eigentlich simpel. Es gibt zwei Formeln, die du brauchst:

Break-Even-Menge (Stück): Fixkosten (Verkaufspreis pro Stück Variable Kosten pro Stück)

Break-Even-Umsatz (Euro): Fixkosten Deckungsbeitrag-Quote

Lass mich das konkret machen. Sagen wir, du hast einen Online-Shop. Deine monatlichen Fixkosten (Miete, Software, Gehälter) sind 5.000 Euro. Du verkaufst Artikel für durchschnittlich 50 Euro pro Stück, die dich 20 Euro in der Herstellung kosten. Dein Deckungsbeitrag ist also 30 Euro pro Artikel. Das bedeutet: Du brauchst 5.000 30 = 167 Verkäufe pro Monat, um break-even zu sein.

Detaillierte Nahaufnahme von handschriftlichen Formeln und Berechnungen auf einem Notizbuch neben einem Laptop, Büroumgebung

Schritt-für-Schritt Anleitung

So berechnest du deinen Break-Even-Punkt in vier einfachen Schritten

01

Fixkosten ermitteln

Sammle alle Kosten, die monatlich anfallen, egal wie viel du verkaufst. Das sind Miete, Versicherungen, Gehälter, Softwaregebühren. Alles, was du zahlen musst, auch wenn der Umsatz null ist.

02

Variable Kosten pro Einheit

Was kostet es dich, ein Produkt zu machen oder eine Dienstleistung zu erbringen? Material, Versand, Provisionen — alles, was mit jeder Einheit steigt oder sinkt.

03

Verkaufspreis festlegen

Was verlangst du für dein Produkt oder deine Leistung? Das ist dein durchschnittlicher Verkaufspreis. Wenn du verschiedene Preise hast, nimm den Durchschnitt.

04

Formel anwenden

Jetzt hast du alle Zahlen. Teile deine Fixkosten durch den Deckungsbeitrag (Verkaufspreis minus variable Kosten). Das Ergebnis ist dein Break-Even-Punkt in Stückzahlen oder Umsatz.

Reales Beispiel: Ein Fitnessstudio

Nehmen wir ein Fitnessstudio in München. Die Betreiber haben monatliche Fixkosten von 8.500 Euro (Miete 4.000, Geräte-Leasing 2.000, Personal 2.000, Versicherung 500). Jedes Mitglied zahlt 49 Euro pro Monat. Die variablen Kosten pro Mitglied sind minimal — vielleicht 2 Euro für Handtücher und Reinigung.

Der Deckungsbeitrag pro Mitglied ist 49 2 = 47 Euro. Also: 8.500 47 = etwa 181 Mitglieder. Das bedeutet, sie brauchen mindestens 181 zahlende Mitglieder, um ihre Kosten zu decken. Alles darüber ist Gewinn.

Mit 200 Mitgliedern verdienen sie (200 181) 47 = 893 Euro Gewinn pro Monat. Das zeigt dir, warum die Mitgliederzahl so wichtig ist und warum Fitnessstudios ständig um neue Kunden kämpfen.

Innenansicht eines modernen Fitnessstudios mit Trainingsgeräten, natürliches Licht von großen Fenstern, Menschen trainieren im Hintergrund verschwommen
Dashboard mit Geschäftsmetriken und Diagrammen auf einem Computer-Monitor, professionelle Büroumgebung

Was der Break-Even-Punkt dir verrät

Der Break-Even-Punkt ist nicht nur eine Zahl — er ist ein Fenster in die Gesundheit deines Geschäfts. Wenn dein Break-Even-Punkt sehr hoch ist, bedeutet das, dass du große Fixkosten hast und viel verkaufen musst, um überhaupt in die Gewinnzone zu kommen. Das ist riskant, besonders am Anfang.

Umgekehrt: Wenn dein Break-Even-Punkt niedrig ist, kannst du schneller rentabel werden. Viele erfolgreiche Startups konzentrieren sich genau darauf — ihre Fixkosten zu senken und ihre Deckungsbeiträge zu erhöhen.

Wichtig: Der Break-Even-Punkt ist eine Momentaufnahme. Wenn deine Kosten steigen oder deine Preise fallen, ändert sich auch dein Break-Even-Punkt. Du solltest ihn regelmäßig überprüfen.

Das Wichtigste zusammengefasst

Der Break-Even-Punkt zu kennen ist nicht optional — es’s ein Muss für jeden Unternehmer. Es’s die Schwelle zwischen Verlust und Gewinn, und ohne sie zu kennen, läufst du im Dunkeln.

Die gute Nachricht? Die Berechnung ist nicht kompliziert. Mit Fixkosten, variablen Kosten und deinem Verkaufspreis kannst du sie in Minuten durchführen. Und danach hast du klare Richtung: Du weißt genau, wie viel du verkaufen musst.

Fang heute damit an. Schreib deine Zahlen auf. Berechne deinen Break-Even-Punkt. Und dann nutze diese Information, um bessere Entscheidungen zu treffen. Das’s die Grundlage für rentables Wachstum.

Haftungsausschluss

Die Informationen auf dieser Seite dienen zu Bildungszwecken und ersetzen keine professionelle Beratung. Die Berechnungen und Beispiele sind vereinfacht dargestellt. Für deine spezifische Geschäftssituation solltest du einen Steuerberater oder Unternehmensberater konsultieren. Die Verantwortung für Entscheidungen, die auf Basis dieser Informationen getroffen werden, liegt bei dir.